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Hier behandelt:
1. Tinn-R mit R verknüpfen
2. Mehrere Zeilen auf einmal an R schicken können
3. Los geht’s
4. Tastenkürzel und Tinn-R Einstellungen
5. Dauerhafte Tinn-R und R Fensteranordnung via Rconsole.
6. Vergleich Tinn-R und R-Studio

Zum angenehmen Programmieren mit R sollte man Code unbedingt in einem Editor als Skript bearbeiten (speichern nicht vergessen). Ich nutze häufig Tinn-R, empfehle heutzutage aber eher R-Studio (seit Februar 2011). Die wichtigsten Vorteile von Tinn-R: Kontrolle über Fensteranordnung, tolles Syntax highlighting, eigene Shortcuts und Lesezeichen.

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1. Tinn-R mit R verknüpfen

start R

start R

Beim ersten Klick auf den Startknopf erscheint ein Auswahlfenster zur Verknüpfung mit Rgui und Rterm.
Diese müssen zu C:\Program Files\R\R-3.3.1\bin\x64\Rgui.exe o.ä. gesetzt werden.
Das kann auch später unter Options – Application – R – Path angegeben werden.

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2. Mehrere Zeilen auf einmal an R schicken können
Damit über R send: contiguous mehrere Zeilen (bis zur nächsten Leerzeile) abgeschickt werden können, wird in neueren TinnR-Versionen ab Januar 2014 das TinnRcom Paket geladen und dessen Vorhandensein beim Start geprüft („Tinn-R requires the r package TinnRcom to be installed“); das macht mitunter den R-start langsamer. Man kann das ausstellen unter Options – Application – R – Basic(R). Dann kommt bei R send: contiguous eine Fehlermeldung  wie Error in source(.trPaths[5], echo = TRUE, max.deparse.length = 150) : object ‚.trPaths‘ not found. Indem das Objekt .trPaths angelegt wird, kann das behoben werden:

.trPaths <- paste(Sys.getenv('LOCALAPPDATA'),
'\\Temp\\Tinn-R', c('', 'search.txt', 'objects.txt',
'file.r', 'selection.r', 'block.r','lines.r'),sep='\\') 

Am besten in C:\Program Files\R\R-3.3.1\etc\Rprofile.site schreiben, dann wird das Objekt bei jedem R-Start atomatisch angelegt und muss das nicht mehr per Hand gemacht werden. Details dazu stehen auf der nächsten Unterseite.

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3. Los geht’s mit
File > new    und    R > start > Rgui   (oder schneller mit dem o.g. Startknopf).

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4. Tipps und Keyboard-Shortcuts
Options -> Return Focus to Editor (an), besonders praktisch, wenn man mit der Tastatur (über Tastenkürzel) Zeilen an R schickt: danach kann man weiter tippen, ohne dass vorher das Tinn-R Fenster wieder ausgewählt (vom Betriebssystem in den Focus gelegt) werden muss.
View -> Line Numbers (Show), damit man sieht, wieviele Leerzeilen man am Ende hat, und mit der Maus direkt dorthin klicken kann, um weitere Zeilen Code hinzuzufügen. Und damit man sich mit anderen Austauschen kann: „in Zeile 316 hast du…“
Tastenkürzel: Tinn-R Options -> Shortcuts: Group „R send“ Caption „Line“
Shortcut: z.B. STRG + #, dann Save, dann Close.
Ich habe zudem „Send Selection (echo=T)“ auf STRG+Ä und „send contiguous(echo=T)“ auf STRG+Ö schön schnell erreichbar.

Voreingestellte Tastenkürzel:

Shortcut Aktion
STRG + F Suche nach Wörtern im Skript, weiter mit F3
STRG + R Suchen und Ersetzen (Replace)
STRG + 9 Schreibt „( )“ und setzt den Cursor in die Mitte
STRG + C / X / V kopieren / ausschneiden / einfügen
Pos1 / Ende Zeilenanfang / -ende
STRG + Pos1 / Ende Skriptanfang / -ende
STRG + B Wenn der Cursor links neben einer Klammer steht, wird er zum Gegenstück gesetzt.
STRG + D Tipps zum Befehl, z.B. „write.table(„, dann Strg+D. Gibt’s leider für viele Funktionen nicht…
STRG + Z undo, rückgängig
STRG + SHIFT + Z redo, wiederholen
F1 ruft die R-Hilfe zum Befehl am Cursor auf. Bei befehl.teil (mit Punkt) den ganzen Befehl vorher markieren.
F2 zeigt die Struktur des Objekts an, an dem der Cursor grad blinkt.
F11 Löscht alle Objekte im Workspace
Ctrl + Shift + [0-9] Lesezeichen (Bookmark) setzen (Zahlenreihe oben, nicht mit Numpad Ziffernblock)
Ctrl + [0-9] zum Lesezeichen springen

uvm. siehe PDF TinnR User Guide und die aktuelle Version des Tinn R Handbuchs (Tinn-R eBook_RII.pdf).
Unter R – Hotkeys (Operational System) – Custom kann man zudem so tolle Sachen festlegen wie:

View(selection); summary(); head(); tail(); dim(); class()

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5. Tinn-R und R Fensteranordnung
Die letzte Tinn-R Fensterposition wird beim Neustart in den Versionen seit Herbst 2012 beibehalten. Unter Windows XP muss man dazu allerdings unter Options – Application – R – Rgui – Options (Rgui) noch den Haken der Checkbox für „Organize automatically“ rausnehmen. Eventuell werden Graphiken in der R-Console mit geöffnet (Falls bei der Installation von R nicht SDI ausgewählt wurde). In dem Fall in der Datei Rconsole (siehe unten) MDI=no setzen.
Tinn-R öffnet die R-Console wie angegeben in C:\Program Files\R\R-2.15.1\etc\Rconsole (oder wo immer R installiert wurde).
Wo auf dem Monitor die Konsole gestartet wird, kann man dort ändern, für eine relativ kleine Konsole rechtsunten (22 Zoll Monitor, HD Auflösung 1920 x 1080) z.B. so:

 # Dimensions (in characters) of the console.
 rows = 15
 columns = 100
 # Dimensions (in characters) of the internal pager.
 pgrows = 15
 pgcolumns = 100
 # Initial position of the console (pixels, relative to the workspace for MDI)
 xconsole = 1088
 yconsole = 716
 # mit den genauen Werten nach eigenem Geschmack experimentieren! 

Hinweise zum praktischen Umsetzen der Änderungen unter Windows 7 sind hier für Rprofile.site erklärt.
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Für mein 15″ Laptop mit 1280*800 Auflösung verwende ich in Rconsole MDI = no, rows = 12, columns = 62, xconsole = 757, yconsole = 493, xgraphics = -5, ygraphics = 0.
In Rprofile.site habe ich zudem grDevices::windows.options(width=5.4, height=4.4).
Zusammen mit einer Änderung der Tinn-R buttons und Einstellungen ergibt sich folgende Anordnung:
R_Anordnung

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6. Editorenvergleich

Tinn-R hat gegenüber R-Studio den Vorteil, im Syntax-Highlighting auch Funktionen farblich zu markieren, sodass man Tippfehler schnell findet. Außerdem ist die Anordnung der einzelnen Fenster flexibler (muss aber für optimalen Komfort auch eingestellt werden), besonders wenn man zwei Monitore nebeneinander hat. Mit Tinn-R kann man ab der aktuellen Zeile bis zur nächsten Leerzeile senden, dabei sind persönliche Keyboard Shortcuts ermöglicht. Zudem kann man Lesezeichen setzen. Mit einem einzelnen Icon lässt sich das working directory an den Ordner des aktuellen Skripts stellen, beim Start von R wird es automatisch gesetzt. Im Tinn-R kann man durch doppelklicken ein Wort markieren und es dann mit gedrückter Maustaste an anderer Stelle verschieben bzw. mit einem anderen Wort (Objektnamen) ersezten. In der (HTML-) Hilfe kann man einem Link folgen und mit der Zurücktaste einer 5-Tasten-Maus auf die Ursprungsseite zurückkommen. Tinn-R zeigt an Spalte 80 eine vertikale Linie als Erinnerung, lesbar zu coden, also rechtzeitig einen Zeilenumbruch einzufügen. Automatische Indention nach Zeilenumbrüchen ist ein weiterer Skriptlesbarkeitsvorteil. Im Gegensatz zu R-Studio (Quelle1 und 2) kann Tinn-R in einer Selection suchen und ersetzen.
Tinn-R hat den Nachteil, nur unter Windows zu laufen. Zudem muss man, um die Hilfe zu punktgetrennten Funktionen wie help.start mit Drücken von F1 zu bekommen, zuerst den ganzen Befehl markieren, R-Studio ruft auch ohne Markierung die Hilfe auf. R-Studio fügt automatisch eine schließende Klammer bzw. Anführungsstriche ein und fügt selbst einen guten Indent bei Zeilenumbrüchen innerhalb von Funktionen ein.
Siehe ansonsten auch http://sciviews.org/_rgui mit einer ganzen Liste von Editors und die vielen Beiträge in diversen Foren und Mailinglisten zum Thema Editor und GUI. Letzendlich ist es Geschmackssache, welchen Editor man nutzt 😉
Weitere Vor- und Nachteile sind in den Kommentaren unten gerne gesehen!

Rstudio open help documentation in browser:
This thread has a solution. On Windows, I find the file under C:\Program Files\RStudio\R.

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